China - Im Bergwald der Pandabären
14-tägige Reise
- Wanderungen im Wanglang-Naturschutzgebiet für Pandabären
- Führungen in zwei Aufzuchtstationen für Pandas
- Das Tal von Jiuzhaigou - UNESCO-Weltkulturerbe
- Deutschsprachige Reiseleitung & durchführbar ab zwei Personen
Impfungen: Hepatitis A+B & Malariaprophylaxe empfohlen



Reiseprofil
Auf dieser China-Reise in die nordwestliche Provinz Sichuan steht das Naturerlebnis an erster Stelle. Das Gebirgsvorland ist umgeben vom mächtigen tibetischen Hochland, das besonders durch seinen roten Sandstein beeindruckt. Sichuan bedeutet „Vier Flüsse“ (si = vier und chuan = Flüsse), denn vier wichtige Ströme durchziehen die Provinz, die sich schließlich zum großen Yangtze vereinen. Erst seit Kurzem ist es möglich, mit ausgebildeten Spezialisten im Wanglang-Schutzgebiet geführte Wanderungen zu unternehmen. Dabei wird streng reguliert vorgegangen, um Störungen der Tiere in den großen Revieren zu vermeiden. Es kommt sehr selten vor, dass man auf diesen Touren durch die Bergwälder frei lebenden Pandabären begegnet. Der interessierte Reisende erfährt aber hautnah, wie der Lebensraum der Tiere beschaffen ist, welche Nahrung bevorzugt wird und durch welche Maßnahmen ihr Überleben gesichert wird.
Der Pandabär
Wie kaum ein anderes Tier ist der Pandabär zum Symbol für Arten- und Tierschutz geworden. Der seltene Bär lebt heute nur noch in 34 geschützten Bergregionen Chinas. Im Gegensatz zu anderen Bärenarten sind Pandas reine Vegetarier und ernähren sich hauptsächlich von Bambus. Wegen des geringen Nährwerts der Bambuspflanzen muss das Tier täglich ca. 30 kg davon zu sich nehmen. Um dies zu schaffen, ist der Panda bis zu 14 Stunden am Tag mit Fressen beschäftigt. Eine Bambuspflanze (es gibt 1200 Arten weltweit!) blüht nur alle 50-100 Jahre bevor sie schließlich vertrocknet. Es dauert dann ca. 5 Jahre, bis aus den Samen neue essbare Bambuspflanzen entstehen. Durch nur noch wenige zusammenhängende Bambusreviere wird der Nahrungsmangel für die Tiere zu einem immer größeren Problem. Man schätzt, dass es in freier Natur nur noch etwa 1600 dieser schwarz-weißen Bären gibt.

1. Tag: Anreise
Linienflug nach Chengdu
2. Tag: Ankunft in der chinesischen Provinz Sichuan
Empfang durch Ihren Reiseleiter und Transfer ins Hotel. Übernachtung Chengdu (A)
3. Tag: Erkundung Chengdu - Besuch einer Panda-Aufzucht
Chengdu ist mit etwa 4,5 Mio. Einwohnern die Hauptstadt der Provinz Sichuan. Bei einer Führung erkunden Sie ein traditionelles Teehaus sowie den großen Markt. Die bekannte Sichuan-Küche sollten Sie zum Mittagessen unbedingt probieren. Anschließend ist ein Besuch einer Aufzucht- und Forschungsstation für Pandabären vorgesehen. Auf dem 200 Hektar großen Gelände werden die besten Bedingungen und Methoden erforscht, die für eine erfolgreiche Auswilderung künstlich aufgezogener Pandabären nötig sind. In der 1987 gegründeten Station leben derzeit 42 Große Pandas, die man ganz aus der Nähe beobachten kann. Bis heute ist es dem anerkannten Institut gelungen, über 80 Tiere in in der Station zur Welt zu bringen, von denen etwa zwei Drittel auch überlebten. Übernachtung Chengdu (F/M/A)
4. Tag: Chengdu – Pingwu
Mit einer Fahrt durch die weite Chengdu-Ebene beginnt Ihre Rundreise. Sie führt stetig bergauf in die Min-Shan Berge bis in den kleinen Ort Pingwu im Tal des Fujiang-Flusses. An den steilen Terrassen bestellen die Bauern ihre Felder, auf deren fruchtbaren Böden vor allem Reis, Tee und Maulbeerbäume für die traditionelle Seidenraupenzucht kultiviert werden. Die immergrüne Landschaft zieht jeden in den Bann. Nach dem Mittagessen lohnt ein Spaziergang vorbei am buddhistischen Tempel und der Moschee von Pingwu. Übernachtung Pingwu (F/M/A)
5. Tag: Pingwu – Yaze - Wanglang-Naturschutzgebiet
In dieser Region lebt die kleine tibetische Minderheit der Baima („Weißes Pferd“). Im Dorf Yaze machen Sie Halt, um mehr von diesen Menschen zu erfahren. Trotz ihrer harten Lebensumstände bewahren sie ihre Traditionen, sind gute Tänzer und Sänger und ihre Holzhäuser sind oft mit bunten Schnitzereien verziert. Bis zum Verbot des Holzeinschlags 1998 bezogen sie ihr Haupteinkommen ausschließich aus den umliegenden Wäldern des heutigen Schutzgebietes. Teilweise ist es Ihnen bereits gelungen, neue Erwerbsquellen zu erschließen. Übernachtung Wanglang (F/M/A)
6.- 7. Tag: Wanglang-Naturschutzgebiet
Das Schutzgebiet Wanglang wurde 1963 gegründet, um die schon damals gefährdete Pandabären-Population zu schützen. Es liegt auf einer Höhe von 2.500-4.000 m und ist außerdem Heimat von Goldenen Stumpfnasen-affen, Schwarzbären, Roten Pandabären und dem seltenen Takin. In Begleitung eines Führers unternehmen Sie an zwei Tagen Wanderungen in den Bergmischwald. Dabei halten Sie Ausschau nach den Losungen der 32 Pandabären. Obwohl sie sehr selten gesehen werden, ist eine verlässliche Zuordnung der Tiere anhand ihrer Hinterlassenschaften möglich. Die Landschaft besticht durch eine artenreichen Flora mit 40 verschiedenen Rhododendronarten, Farnen, wilden Rosen und mit bis zu 600 Jahre alten Nadelbäumen, die mit Misch- und Bambuswald der jüngeren Zeit wechseln. Umgeben von einem Panorama aus Kalksteinfelsen und -steilen und verkarsteten Berggipfeln genießen Sie Ihr Picknick. Übernachtung Wanglang Lodge (F/LP/A)



8. Tag: Wanglang – Jiuzhaigou
Das Tagesziel ist ein wunderschönes Hochtal innerhalb des Min-Shan-Gebirges. Zusammen mit 3 benachbarten Tälern wurde die Region 1992 von der UNESCO in die Weltkulturerbeliste aufgenommen. Ihre Unterkunft liegt im Hauptort des Hochtals Jiuzhaigou. Übernachtung Jiuzhaigou (F/M/A)
9. Tag: Jiuzhaigou-Nationalpark
Mit mit Erdgas fahrenden Bussen des Nationalparks erkunden Sie die 3 Täler. Die landschaftliche Vielfalt ist kaum zu übertreffen: Seen wie der Fünf-Farben-See, urwüchsiger Bergwald auf 3.400 m Höhe und ein 300 m breiter Wasserfall liegen in einer faszinierenden Gebirgslandschaft, die sich bis auf 4.855 m erhebt. Übernachtung Jiuzhaigou (F/M/A)
10. Tag: Jiuzhaigou – Huanglong-Nationalpark – Songpan
Der Huanglong-National-park ist seit 1992 ebenfalls Welterbe der UNESCO. Der Park liegt auf etwa 3.000 m Höhe und ist umgeben von den hohen Gipfeln des Min-Shan-Gebirges. Den Namen „Gelber Drachen“ verdankt er dem Aussehen seiner Schlucht, die von Weitem wie ein geschlungener Drache wirkt. Die Landschaft ist charakterisiert durch klare Gebirgsseen, schneebedeckte Berge, Schluchten und tiefe Wälder. Anschließend fahren Sie in die sehenswerte Altstadt von Songpan. Der Ort wird von den verschiedenen Bevölkerungs-gruppen der Tibeter, Qiang, Higuren und Han-Chinesen geprägt. Übernachtung in Soplang (F/M/A)
11. Tag: Songpan – Chengdu
Auf der Rückfahrt nach Chengdu statten Sie der Stadt Dujiangyan einen Besuch ab. Bereits etwa 300 Jahre vor Christus hat ein genialer Ingenieur ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem erbaut, um die Stadt sowohl vor den ständigen Überflutungen des Minjiang-Flusses zu schützen als auch das Wasser für Felder und Parkanlagen nutzbar zu machen. Dieses System wird bis heute aktiv genutzt. Übernachtung in Chengdu (F/M/A)
12. Tag: Panda-Aufzuchtstation
Nach dem Erdbeben in Sichuan 2008 wurden die Pandabären aus dem Wolong-Schutzgebiet nach Bifengxia umgesiedelt. Dort leben derzeit 67 Pandabären in dem etwa 60 km² großen Naturpark, der von Wäldern und Wasserfällen geprägt ist. Biologen versuchen auch, die aus Gefangenschaft hierher gebrachten Tiere wieder an ein Leben in freier Wildbahn zu gewöhnen. Übernachtung Bifengxia (F/M/A)
13. Tag: Fahrt nach Chengdu
Rückfahrt nach Chengdu, wo Sie am Abend eine Vorstellung in der berühmten Sichuan-Oper besuchen. Übernachtung Chengdu (F/M/A)