Kanada - Belugawale und Moschusochsen beobachten
11-tägige Reise
- Einmaliges Arktis-Abenteuer im hohen Norden von Kanada
- Insel Somerset – mystische Lage an der berühmten Nordwestpassage
- komfortable Zeltunterkünfte in der Tundra weit ab der Zivilisation
- Aktivurlaub auf den Spuren der Tiere in der Arktis
Impfungen: nicht erforderlich
Das Reiseprofil
Auf der abgelegenen Insel Somerset nahe der berühmten Nordwestpassage leben ganzjährig Moschusochsen, Polarfüchse, Karibus und Robben. Im Juli und August finden sich zudem rund 2.000 Belugawale in der Cunningham- Bucht während ihrer Migrationsroute ein. Zu dieser Zeit ist es möglich, große Belugafamilien aus nächster Nähe zu beobachten. Erkunden Sie aktiv die grandiose arktische Landschaft und lauschen Sie am Abend spannenden Expeditionsberichten. Als Teil des kanadischen Inselarchipels ist Somerset unbewohnt. Nur in den eisfreien Sommermonaten wird ein spezielles Camp errichtet, in dem auch Sie während Ihres Aufenthaltes wohnen werden.

Belugawale & Moschusochsen
Der gesellige Beluga oder auch Weißwal lebt in Meeresbuchten oder dem Mündungsbereich von Flüssen polarer und subpolarer Gewässer. Das auffälligste Merkmal ist seine bläulich-weiße bis cremeweiße Färbung. Jungtiere sind blaugrau und heißen daher „blues“. Durch einen unverwachsenen Halswirbel kann der Beluga wie kein anderer Meeressäuger seinen Kopf so weit bewegen, dass er hinter sich schauen kann. Sie ernähren sich fast nur von tierischer Nahrung, z.B. Tintenfisch, Lachs, Muscheln etc. Belugas verständigen und orientieren sich anhand ihrer Gesänge, die vom Mensch als Schallwellen wahrgenommen wird.

Die büffelähnlichen Moschusochsen werden bis 1,30 m groß und bewohnen die trockene arktische Tundra Grönlands, Kanadas, Sibiriens und Alaskas. Es sind ausgesprochene Herdentiere, die bei Gefahr die Kälber der ganzen Herde unter Einsatz des eigenen Lebens verteidigen. Im kurzen arktischen Sommer ernähren sie sich von Birken, Weiden, Gräsern, Flechten und Moosen und legen sich dickes Fettpolster für den langen Winter zu. Dennoch sterben alljährlich Tiere aufgrund von Hunger, wenn der Aufbau einer ausreichenden Fettreserve nicht gelungen ist. Der Name „Moschus“ bezeichnet den süßlichen Duft einer Substanz im Urin des männlichen Moschusochsen während der Paarungszeit.


Das Arktis-Camp
Ihre Unterkunft in der weiten Tundra besteht aus einem großen komfortablen und lichtdurchfluteten Hauptzelt mit Küche, Essensraum, Lounge, Konferenz- und Ausrüstungsraum sowie Duschmöglichkeiten. Die einfache Ausstattung der 14 Gästezelte mit Betten, Toilette und fließendem Wasser entspricht den örtlichen Gegebenheiten. Die exponierte Anlage wird von erfahrenen Expeditionsführern geleitet, die bereits mehrfach auf Extremtouren den Nordpol erreicht haben. Sie befindet sich nur wenige Gehminuten von der Meeresbucht entfernt, in der Sie vom Ufer aus die Belugawale beobachten können.
Reiseverlauf
1. Tag: Anreise nach Kanada
Linienflug von Deutschland über Toronto, Calgary oder Quebec nach Yellowknife in den kanadischen Nordwest-Territorien. Hier wurden im Jahr 1991 Diamanten entdeckt und bescherten der Gegend einen Boom. Transfer in die Innenstadt für eine Zwischenübernachtung.
2. Tag: Weiterflug zum Camp in der Arktis
Mit einem gecharterten Kleinflugzeug treten Sie die Reise auf die Insel Somerset in der Provinz Nunavut an. Dichte Wälder und klare Seen, die weiter nördlich von schneebedeckten Bergen und kahlen Landschaften abgelöst werden, begleiten Sie während des knapp 5-stündigen Fluges. (F/M/A)



3. Tag: Wandern & Walbeobachtung auf der Insel Somerset
Querfeldein macht Quadfahren Spaß, will aber gelernt sein. Nach einer kurzen Einweisung am Morgen tauschen Sie dann das Lenkrad mit den Wanderschuhen und unternehmen eine erste Tour zu den Belugas, die sich in der Bucht aufhalten. Die Tiere tollen nur wenige Meter vom Land entfernt herum. Am Nachmittag wandern Sie zu einem arktischen Wasserfall, an dem viele heimische Vögel nisten. In diesem spektakulären Canyon können häufig Moschusochsen gesichtet werden. (F/M/A)
4. Tag: Ausfahrt mit Quads zum Fischen
Mit den Allradfahrzeugen (ATV) folgen Sie dem Moschusochsen-Grat, bei dem bisher immer die 1,30 m großen Bewohner der arktischen Tundra und häufig auch ganze Polarfuchsfamilien gesichtet wurden. Im Inukshuk-See angeln Sie arktischen Saibling, der später im Camp als Sushi serviert wird. Am Abend berichtet Richard Weber, ein anerkannter Polarforscher, von seinen Expeditionen zum Nordpol, deren Wiederholung bislang noch niemandem gelungen ist. (F/M/A)
5. Tag: Kajak fahren & Wale erleben
Per Kajak fahren Sie an Eisbergen entlang, treffen dabei sicherlich auf Bart- und Ringelrobben und beobachten Belugawale aus einer anderen Perspektive. Oft sieht man arktische Vögel und Eiderenten. Nach dem Mittagessen kehren Sie zu den Belugas zurück. Nirgendwo sonst in der Welt ist die Population so hoch und kommt der Mensch so nah an die Tiere heran. Um die Laute zwischen den Tieren besser zu hören, benutzen die Guides Hydrophone, also Unterwassermikrophone. (F/M/A)

6. Tag: Flatrock-Fälle
Per Mercedes-Truck, auf einer Wanderung oder mit dem Mountainbike machen Sie sich auf den Weg zu den Flatrock-Fällen. Die meisten der bis zu 300 m tiefen Canyons auf Somerset Island sind noch unbenannt. In ihnen finden sich Zeugnisse von zahllosen prähistorischen Tieren und Pflanzen. Der Gull Canyon mit seinem speziellen Mikroökosystem bietet einen starken Kontrast zu anderen unfruchtbaren Canyons in dieser lebensfeindlichen Region. (F/M/A)
7. Tag: Kap Anne & Thule-Kultur
Sie besuchen fünf Stätten der Thule-Kultur. Unterwegs sehen Sie Eisberge, uralte Lager der Inuits und fossile Walknochen. Die Vorfahren der heutigen Inuit, die Thule, jagten hier den Grönlandwal. Auf dem Rückweg fahren Sie durch die großartige Landschaft des Red Valley. (F/M/A)
8. Tag: Wanderung & Kajak oder Rafting
Mit dem Truck und zu Fuß machen Sie sich heute auf den Weg zum Cunningham-Fluss. Unterwegs sieht man häufig Moschusochsen, Polarfüchse und Raufußfalken. Für den Rückweg haben Sie die Wahl zwischen Rafting oder Kajakfahren. Beides ist recht einfach, denn der Fluss hat keine nennenswerten Schnellen. Unterwegs erwarten Sie tiefe Canyons, atemberaubend schöne Ufer- abschnitte und eine spektakuläre 180°- Flussbiegung. (F/M/A)



9. Tag: Flug nach Yellowknife
Sollte während Ihres Aufenthaltes ein Programmpunkt wegen schlechten Wetters ausgefallen sein oder hat Ihnen etwas besonders gut gefallen, dann können Sie diesen Ausflug nachholen bzw. noch einmal erleben. Am Nachmittag Rückflug nach Yellowknife und Übernachtung im Hotel. (F/M)
10. Tag: Rückflug von Yellowknife nach Europa oder Anschluss einer Verlängerung
11. Tag: Ankunft in Deutschland
Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass aufgrund von Wetterverhältnissen das Tagesprogramm variieren kann.